Bevor du als Trainerin, als Trainer das erste Mal mit einem Kunden über dein Honorar sprichst, nutzt du ein wichtiges Prinzip emotional autonomer Entscheidungsfindung:
Müssen → Können → Wollen.

  • Ist eine Notwendigkeit, also was du tun musst, stärker als das, was du gerne willst, befindest du dich in einem Problemzustand.
  • Wenn du etwas richtig gerne tun möchtest, jedoch nicht kannst, weil es deine Fertigkeiten und Fähigkeiten oder deine Ressourcen überfordert, befindest du dich in einem Problemzustand.
  • Wenn du etwas willst, und auch über die Fähigkeit / Fertigkeit und über die Ressourcen verfügst, es zu tun, ist es egal, ob du es musst – du machst es einfach. Dann kannst du selbstbestimmt handeln.

Notwendigkeiten-Denker handeln aufgrund eines empfundenen Zwanges meist sofort. Das unterscheidet sie von den Möglichkeiten-Denkern(*). Deren Ansinnen ist es, ganz allgemein betrachtet, zu machen, was sie wollen, ohne sich dabei von Notwendigkeiten treiben zu lassen. Nun wäre naiv, wer denkt, dass wäre immer möglich. Deshalb wird die Möglichkeiten-Denkerin notgedrungen auch mal tun, was getan werden muss. Und gleichzeitig wird sie viel Energie darauf verwenden, diesen unbefriedigenden Zustand des „ich bin gezwungen“ so schnell wie möglich zu beenden. Sie wird ihr Können und ihre Möglichkeiten stärken.

Soweit die Theorie eines Prinzips emotional intelligenter und autonomer Entscheidungsfindung. Bezogen auf eine Honorar-Verhandlung ergeben sich daraus drei grundlegende Fragen, die du dir selbst stellen solltest, bevor du einen Kunden das erste Mal zum Akquise-Gespräch triffst:

  • 1
    Was muss ich verdienen, um meine Kosten zu decken?
  • 2
    Was kann ich verdienen; was gibt der Markt für mein Angebot her?
  • 3

    Was will ich verdienen, welchen Wert messe ich selbst meiner Leistung zu?

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